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Die von mir genutzte Büro- und Tonstudio-Technik

In diesem Beitrag verrate ich Euch, welche Technik ich in meinem Büro- und Tonstudio-Alltag einsetze.

Das Bild zeigt den Büro- und Studio-Arbeitsplatz von Florian Schmitz.

Mit diesem Beitrag beteilige ich mich an der Blog-Parade von „Selbständig im Netz“, mit dem Titel „Welche Technik steht in Deinem Büro?“

Bevor ich gleich zur Technik komme, beschreibe ich zuerst ein mal meinen Arbeits-Alltag.

Was mache ich überhaupt beruflich?

Kurz gesagt ist die Musik- und Audio-Produktion das Kerngeschäft meiner Firma „audiacc“.
Soll heißen, dass ich unter Anderem an Kunden-Projekten arbeite wie z. B.:

Darüber hinaus biete ich Coaching an.
Ansonsten arbeite ich an eigenen Musik-Projekten, die aktuell noch im Aufbau sind.
Die Vermarktung und der Musik-Verkauf dieser Projekte soll hauptsächlich online erfolgen.
Als „CMS“ kommt hier Wordpress zum Einsatz.

Die Kundengewinnung läuft bei mir auch schon zu einem großen Teil online ab, was ich in Zukunft aber noch mehr ausbauen möchte.

Auch das Schreiben und Veröffentlichen eigener Beiträge über meine Erfahrungen mit bestimmten Geräten und Tools, die ich selber nutze, ist ein Bestandteil meiner „Online-Aktivität“.

Wichtig für das weitere Verständnis dieses Beitrags ist die Tatsache, dass ich blind bin, was die Auswahl meiner eingesetzten Technik ein wenig spezieller macht, da ich auf Grund dieses Handicaps auf zusätzliche Aspekte achten muss, um effizient mit der Technik arbeiten zu können.

Jetzt aber zu der von mir eingesetzten Büro-Technik.

Als Büro- und Studio-Rechner kommt bei mir aktuell ein und der selbe Mac Pro aus dem Jahr 2009 zum Einsatz.
Auf diesem läuft „Mac OS X 10.9.5“.
Für die Zukunft habe ich geplant, als Büro-Rechner ein MacBook Pro zu nutzen.

An dieser Stelle kurz meine Meinung zum Thema „Mac oder PC, was ist besser?“

Ganz einfach, jeder sollte damit arbeiten, womit er am besten zu recht kommt und sich am wohlsten fühlt.
Bei mir ist das seit Anfang 2008 der Mac, was verschiedene Gründe hat.

Als nächstes gehe ich auf eine der gestellten Fragen ein.

Auf was könntest du nicht verzichten?

Nicht verzichten könnte ich auf die Screen-Reader-Technologie „VoiceOver“ von Apple , da diese mir die Nutzung des Rechners erst ermöglicht.

Nach dem ich mit dem Thema „Rechner“ begonnen habe, mache ich nun weiter mit der von mir eingesetzten Büro-Hardware.
Da wäre zum einen eine so genannte Braille-Zeile, die Text als Punktschrift ausgibt und die Möglichkeit bietet, den Cursor z. B. in einem Text-Dokument mit Hilfe von über den Punktschrift-Zeichen liegenden Tastern zu positionieren.
Die von mir genutzte Zeile ist eine Baum SuperVario 40.
Die Braille-Zeile kommt in der Büro-Arbeit wie auch manchmal in der Studio-Arbeit zum Einsatz.

Als Tastatur und Maus nutze ich die handelsübliche kabelgebundene Apple-Tastatur und die ebenfalls kabelgebundene Maus von Apple.
Vielleicht fragen sich jetzt einige von Euch, weswegen ich denn eine Maus benötige.
Hier kommt die Antwort.
Manchmal ist es nötig, den Maus-Zeiger mit VoiceOver auf eine bestimmte Schalt-Fläche zu bewegen und dort dann einen physikalischen Mausklick aus zu führen, da die Software ansonsten nicht die gewünschte Aktion durchführt.

Zum drucken nutze ich einen HP Officejet 6700, mit dem ich ganz zufrieden bin.

Das war es jetzt schon fast mit meiner Büro-Hardware.
Zu guter letzt möchte ich aber noch ein vielleicht etwas ungewöhnliches „Gerät“ für ein Büro erwähnen, nämlich einen kleinen Zimmer-Brunnen.
Diesen schalte ich oft bei Büro-Tätigkeiten und zum Beiträge schreiben ein, da mich das leise Wasser-Plätschern entspannt und ich mich so meist noch besser auf meine Arbeit konzentrieren kann.

Nun zu einigen Software-Tools, die ich im Büro-Alltag einsetze.

Als Internet-Browser nutze ich hauptsächlich Safari und manchmal auch Chrome.
Der von mir genutzte Mail-Client ist das in OS X enthaltene Apple Mail, mit dem ich sehr gut zurecht komme und zufrieden bin.

Für Adressen und Termine, greife ich ebenfalls auf OS X-Bordmittel zurück und nutze die App’s „Kontakte“ und „Kalender“.
Auch die in OS X enthaltene Notiz-App „Notizen“ kommt bei mir zum täglichen Einsatz.

Zum schreiben von Beiträgen setze ich oft TextEdit, ebenfalls in OS X enthalten, ein, da mir dies meist völlig ausreicht.
In seltenen Fällen nutze ich auch Apple Pages, was ein Pendant zu Microsoft-Word ist.
Apple Numbers, ein Microsoft Excel-Pendant, ist meine Wahl für Tabellen-Kalkulation.

Der Grund weswegen ich in der Büro-Arbeit hauptsächlich auf OS X-Bordmittel und Apple eigene Software zurückgreife ist der, dass diese Software in meinen Anwendungsbereichen gut funktioniert und eine gute VoiceOver-Kompatibilität bietet, was wichtig für die Bedienung mit VoiceOver ist.

Soweit nun einiges zu der von mir eingesetzten Büro-Technik.
Als nächstes erfahrt Ihr, welche Technik bei meiner Tonstudio-Arbeit zum Einsatz kommt.
Auch hier beginne ich wieder mit der Hardware.

Rechner ist, wie schon oben genannt, ein Mac Pro mit OS X 10.9.5.
Als Audio- und MIDI-Interface, also dem Gerät, was dafür sorgt, dass Audio- und MIDI-Signale zum Computer und wieder zurück gelangen, nutze ich ein Digidesign Digi 003 Rack.
Dies macht, obwohl es schon ein paar Jahre alt ist, immer noch einen super Job.

Die weitere Studio-Hardware, bis auf das Monitor-Mischpult und die Abhör-monitorboxen, dient lediglich zur haptischen Steuerung der Studio-Software, was große Vorteile für mich in Punkto Geschwindigkeit hat.

Als Transport-Controller, mit dem sich z. B. Dinge wie Start, Stop, Aufnahme und vorwärts / rückwärts spulen lässt, kommt in meinem Studio der „Avid Artist-Transport“ zum Einsatz.
Zur Mischpult-Fernsteuerung setze ich auf ein „Avid Artist-Mix“.
Beide Artist-Controller sind keineswegs die günstigsten Möglichkeiten für die Steuerung, aber sie bieten mir viele Optionen und laufen sehr stabil und zuverlässig, was für ein effizientes Arbeiten extrem wichtig ist.

Zum Einspielen z. B. von Klavier oder Keyboards nutze ich ein Master-Keyboard, welches lediglich MIDI-Befehle per USB an den Computer sendet und so die Plug-Ins zum klingen bringt.
Bei diesem Gerät handelt es sich um ein „EMU XBoard 61“, welches 61 Tasten besitzt.

In Sachen Hardware gehe ich zu guter Letzt noch auf die „Console One“ von „Softube“ ein.
Diese bietet die Möglichkeit einen Mischpult-Kanalzug, der sich im Rechner als Audio-Plug-In befindet, mittels Hardware-Oberfläche zu bedienen, was meine Arbeit ebenfalls um ein vielfaches schneller macht.

Abschließend möchte ich noch auf die von mir genutzte Studio-Software eingehen.

Als „Digital-Audio-Workstation“ kurz „DAW“, das ist die Software in der im Tonstudio z. B. aufgenommen, bearbeitet und gemischt wird, kommt in meinem Fall „Avid Pro Tools 11“ zum Einsatz.
Avid hat Pro Tools in Punkto Barrierefreiheit auf einen sehr guten Stand gebracht, so dass blinde User mit VoiceOver in der Lage sind, die Software sehr erfolgreich in der täglichen Tonstudio-Arbeit ein zu setzen.

Ich realisiere meine Produktionen komplett in Pro tools.
Dabei kommen zahlreiche Instrumenten- und Effekt-Plug-Ins wie z. B. Piano-Librarys, Synthesizer, EQs, Kompressoren oder Hall-Plug-Ins zum Einsatz.
Selbstverständlich nehme ich zusätzlich auch externe Instrumente und natürlich Gesang oder Sprache auf.

Kunden sind nie vor Ort.
Die gesamte Zusammen-Arbeit mit Kunden oder Projekt-Partnern findet größtenteils über das Internet statt, was meist sehr effizient und somit kostengünstiger ist.



Ein Beitrag von Florian Schmitz. Veröffentlicht am 25.05.2015


Das Bild zeigt die Braille-Zeile. Es ist eine Baum SuperVario 40. Dieses Bild zeigt den Zimmer-Brunnen.